Archive for the 'aktuelles' Category

Wochenkommentar: Meinungen differenzieren sich

In der vorhergehenden Woche gingen die Umfrageteilnehmer überwiegend noch von gleich bleibenden Kursen aus. Mit dem Anstieg des deutschen Aktienindex in der letzten Woche um 2% blieb die die durchschnittliche Einschätzung mit + 12,5 >> zwar im leicht positiven Bereich.

Jedoch spalteten sich die Lager. 30% aller Umfrageteilnehmer sehen die deutschen Aktienmarkt tiefer, 60% erwarten steigende Kurse in den nächsten drei Monaten. Nur 10% prognostizieren gleich bleibende Kurse.

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Abbildung:aktuelle Erwartung fallende oder
steigende Aktienkurse in 3 Monaten

.

Möglicherweise hat zur Spaltung der Umfrageteilnehmer auch der Anstieg des Ifo-Geschäftsklima-Index auf 106,8 Indexwerte beigetragen. Diese hohen Werte erreichte der Ifo-Geschäftsklima-Index seit 1992 nur in den  Jahren 2006 und 2007.  Einerseits beflügeln hohe Geschäftserwartungen die Konjunktur. Wer positive Geschäfte erwartet, investiert auch. Andererseits hat die Vergangenheit schon einmal gezeigt, dass sehr hohe Erwartungen im Ifo-Geschäftsklima-Index, mittel- bis langfristig fallende Aktienkurse nach sich ziehen.

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Skrzypek on Juli 26th 2010 in Marktkommentar, Wochenkommentar, aktuelles

Stresstest

Bei einem Stresstest in der Wirtschaftswissenschaft wird ein negatives Was-wäre-wenn-Szenario angenommen. In diesem Szenario wird bspw. die Kernkapitalquote von Kreditinstituten geschätzt. Bei einer Kernkapitalquote größer als sechs Prozent gilt der Test als bestanden. Diese Regelung gilt für den aktuellen großen Stresstest der europäische Finanzaufsicht CEBS. Die deutschen Kreditinstitute haben wie erwartet den Stresstest bestanden (Ausnahme: Hypo Real Estate); Ergebnis für deutsche KI’s.

Aber! Haben Sie schon Ihren persönlichen Stresstest durchgeführt? Bei einem psychologischem Stresstest wird das persönliche Ausmaß der Gefährdung durch psychischen Stress gemessen. Zur Feststellung des Grades der persönlichen Stressbelastung hat Werner Stangl einen kleinen Stress-Test veröffentlicht.

Testen Sie hier Ihren Umgang mit mit belastenden Situationen >> Im Gegensatz zum Stresstest der CEBS erhalten Sie sofort Verbesserungsvorschläge zum Umgang mit Stresssituationen.

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Skrzypek on Juli 24th 2010 in Psychologie, aktuelles

Google Trends als Börsenindikator?

Mit Google trends stellt Google die Möglichkeit zur Verfügung die Häufigkeiten von Suchanfragen in einem Chart über die Zeit darzustellen. Lässt man sich den Begriff Aktienmarkt anzeigen, so wird der folgende Chart gezeichnet:

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Quelle: Google trends labs

Auffällig sind zwei Extremwerte des letzten Jahres. Beide Zeitpunkte waren am deutschen Aktienmarkt tatsächlich mit großer Aufregung verbunden. Anfang 2008 gab es den ersten großen Einbruch am deutschen Aktienmarkt und im Herbst 2008 hatte die Panik ihren Höhepunkt erreicht. Der Begriff “Aktien” wurde zu dieser Zeit bei Google am häufigsten nachgefragt. Man kann also sagen, dass zu diesen Zeitpunkten das Bedürfnis nach einer Erklärung besonders groß war.

Ein interessanter Zusammenhang, den wir im Auge behalten sollten.

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Skrzypek on September 18th 2009 in Sentiment, Sentimentcharts, aktuelles

neuer Stimmungsindikator (2009)

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Geben Sie Ihre Stimme ab. Unter börsenpsychologie.net werden in Zukunft Stimmungsindikatoren vorgestellt. Mit der kurzen Umfrage am rechten Rand wird der erste Schritt in diese Richtung gegangen.

Sie haben jede Woche rechts die Möglichkeit, Ihre Einschätzung zur Börse abzugeben. Die Frage wird jede Woche neue berechnet. So lassen sich die Stimmungschwankungen von Marktteilnehmern darstellen.

Wo steht der deutsche Aktienmarkt in drei Monaten?

Die Umfrage ist immer von Montag bis Freitag 20:00 Uhr geöffnet. Die Ergebnisse werden jedes nachfolgende Wochenende zusammengefasst und unter dem Link Marktstimmung veröffentlicht.

Sie können einmal pro Woche an der Umfrage teilnehmen.

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Skrzypek on August 10th 2009 in Marktstimmung, Sentimentcharts, aktuelles

Aufnahme in den Verteiler

Ich mache mit. Bitte senden Sie mir jeden Donnerstag zur Erinnerung an die Umfrage “Wo steht der deutsche Aktienmarkt in drei Monaten?” eine eMail.

P.S.: Die eMail wird ausschließlich zum Zwecke der Sentiment-Umfrage genutzt. Wird die Umfrage erweitert erhalten Sie eine(!) gesonderte eMail.

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Skrzypek on August 8th 2009 in Sentiment, aktuelles

Kurseinbrüche in Prozent und Dauer

Wie es scheint, gibt es einen linearen Zusammenhang zwischen der Höhe der Verluste und der Dauer einer Abwärtsbewegung. Mit anderen Worten. Je höher die Verluste ausfallen, desto länger dauert eine Baisse.

Psychologisch interessant sind die Möglichkeiten einen Crash auf verschiedene Weise zu betrachten. Fragen Sie nicht nur danach, wie tief es noch abwärts gehen wird, sondern auch danach wie lange die aktuelle Bewegung noch andauern wird. Nicht nur für Trader ist diese Art der Sichtweise einen Gedanken wert.

Betrachten Sie doch einmal diese Grafik. Zusammengefasst sind hier alle großen Abwärtsbewegungen in Deutschland und Amerika. Senkrechte Skala: Höhe der Verluste, waagerechte Skala: Zeitraum der Abwärtsbewegung. ”Dax 1998″ bedeutet beispielsweise, dass im Jahr 1998 der Dax um ca. 40% zurück ging. Diese Periode hielt etwa acht Wochen an. Für Dax, Dow und TecDax 2008 ist der Tiefpunkt Ende Oktober 2008 maßgebend. 

Crash, Kurseinbrüche in Prozent und Wochen

Bitte! Sehen Sie diese Darstellung nicht als ausgefeilte Analyse. Ich habe die Daten nur augenscheinlich in ein Tabellenkalkulationsprogramm eingegeben. Es gibt keine Garantie auf Vollständigkeit und schon gar keine statistischen Auswertungen.

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Skrzypek on November 3rd 2008 in Börse, aktuelles

Verwirrung durch Volkswagen im Oktober 2008

Im Folgenden beschreibe ich ein Beispiel wie einem Kleinanleger der Verstand abhanden gekommen ist und er wider seine Überzeugung in das große Spiel mit Volkswagenaktien einstieg, die gestern Abend mit ca. 950,- Euro aus dem Handel gingen. Mein Bekannter, ein Kleinanleger ist eigentlich fest davon überzeugt, dass man langfristig in solide Aktien investieren soll. Daytrading ist etwas für Zocker und wohin sich die Volkswagen-Aktie in den nächsten Tagen und Wochen entwickeln wird, kann wirklich niemand sagen – so mein Bekannter vor einer Woche.

Als die Aktie letzte Woche von 250,- Euro kurzfristig über die 400,- Euro-Marke sprang, sagte er: „meine Güte, man sollte bei Volkswagen auf fallende Kurse setzen, denn die Aktien seien ja vollkommen überbewertet. Die müssten eigentlich fallen. Die Aktie fiel schnell wieder auf gut 300,- Euro. Er sagte sich, „wenn die Aktien auf wieder auf 450,- Euro steigen, sollte ich ja mal auf fallende Kurse spekulieren.“ Auch bei 300,- Euro hielt er die Papiere für überbewertet. Insgesamt hatte er aber ein ungutes Gefühl bei der Sache und entschloss sich gegen ein Engagement auf fallende Kurse bei Volkswagen.

In den nächsten Tagen dümpelte Volkswagen bei gut 300,- Euro herum. Am Montag dieser Woche passierte das Unglaubliche. Die Aktie schnellte bis deutlich über 600,- in die Höhe. Ein unfassbarer Vorgang, den sich mein Bekannter weder durch die Gier von Anlegern noch Logik erklären konnte.

„Natürlich könnte er jetzt einsteigen“, schließlich lag der Kurs über seinen anvisierten 450,- Euro, bei denen er ja einsteigen wollte. Das war ihm dann aber doch zu heiß, insbesondere weil die Aktien schnell wieder auf 500,- Euro zurückfielen. Zu mir sagte er noch: „Ich kann mir jetzt auch gut vorstellen, dass die VW-Aktien auch auf 1000,- Euro klettern.“ Allein diese Aussage war eine gewagte Spekulation.

Nur einen Tag später schoss die VW-Aktie kurzzeitig auf unvorstellbare 1000,- Euro. VW war mit einem KGV von 80 bewertet und war kurzeitig die teuerste Aktiengesellschaft der Welt. So etwas gab es noch nie. Ganz plötzlich beschloss er nun doch auf fallende Kurse zu setzen. Diese Entscheidung traf sein Unterbewusstsein. Gestern Abend sagte er dann: Eigentlich hätte ich das nicht tun sollen. Und trotzdem investierte er eine nicht unerhebliche Summe in völlig fern der Realität stehende Volkswagenaktien.

Auf mein Nachhacken, wozu er denn nun doch eingestiegen ist, erklärte er mir, er hoffe auf große Gewinne in kürzester Zeit. “Das sei doch das Entscheidende an der Börse!” “Die Aktien müssen schließlich ins Bodenlose fallen”, so seine Worte. Ich frage mich, warum mein Bekannter nun sagt, die Aktien müssen fallen? Vor einer Woche sagte er, sie müssten eigentlich fallen.

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Skrzypek on Oktober 29th 2008 in Börse, Psychologie, aktuelles

Panik

FinanzpanikAussagen wie „Panik an der Börse“ oder “Wir sind völlig panisch” bestimmen die Schlagzeilen zum Wochenausgang am 24. Oktober 2008. Für mich ist es eine Gelegenheit den Begriff Panik genauer zu beschreiben.

Die Panik ist ein emotional gesteuertes Fluchtverhalten. Sie tritt auf, wenn eine Situation als absolut unkontrollierbar eingeschätzt wird. Merkmale der Panik sind ungenügende Reflexion der Realität und Informationsmangel, Wegfall der Kommunikation und Fehlen von stabilisierenden Absichten, die Panik auch nur ansatzweise zu vermeiden.  Tritt die Panik bei mehreren Personen wie an der Börse gleichzeitig auf, kommt es zu einer Massenflucht, die sich selbst verstärkt.

Ist die Panik abgeklungen, folgt häufig eine Phase der Erschöpfung und Hilflosigkeit, die einher geht mit geringer Motivation irgendetwas zu tun. Für die Börse bedeutet das, dass der Börsenhandel zum erliegen kommen. Das spiegelt sich u. a. in einer geringen Volatilität wider. Die Frage ist nun: Haben wir diesen Punkt schon erreicht, um sagen zu können: Jetzt können wir wider einsteigen?

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Skrzypek on Oktober 27th 2008 in Begriffe, Psychologie, aktuelles

Wahrnehmung von fallenden Kursen

Finanzkrise

Haben Sie schon einmal die Augen verschlossen, wenn in einem Horrorfilm eine besonders unschöne Szene zu erwarten war? Wenn ja, dann haben Sie haben Ihre Wahrnehmung verändert, um einer bedrohlichen Situation aus dem Wege zu gehen.  Bedrohliche Aspekte werden gern ausgeblendet wenn wir nur Beobachter einer Situation sind. Als Filmbetrachter sind wir Beobachter, als Aktienbesitzer ebenso.

Auf welche Art wir Aktienkursbewegungen sehen und einordnen wird also nicht allein durch die Situation bestimmt.  Unsere Wahrnehmung hängt stark davon ab, was wir sehen wollen. Und unangenehme Dinge sehen wir selten gern.

Das gilt besonders für fallende Kurse. Fallende Kurse werden zunächst gar nicht wahrgenommen weil sie ausgeblendet werden. Die Ausblendung fallender Kurse dient dazu, das Bewusstsein vor schmerzhafte Realitäten zu schützen. Das ist ein natürlicher Vorgang.

Doch nur das Eingeständnis von fallenden Kursen versetzt einen in die Lage,  unabhängig zu handeln.

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Skrzypek on Oktober 14th 2008 in Psychologie, aktuelles

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