Wahrnehmung von fallenden Kursen

Haben Sie schon einmal die Augen verschlossen, wenn in einem Horrorfilm eine besonders unschöne Szene zu erwarten war? Wenn ja, dann haben Sie haben Ihre Wahrnehmung verändert, um einer bedrohlichen Situation aus dem Wege zu gehen. Bedrohliche Aspekte werden gern ausgeblendet wenn wir nur Beobachter einer Situation sind. Als Filmbetrachter sind wir Beobachter, als Aktienbesitzer ebenso.
Auf welche Art wir Aktienkursbewegungen sehen und einordnen wird also nicht allein durch die Situation bestimmt. Unsere Wahrnehmung hängt stark davon ab, was wir sehen wollen. Und unangenehme Dinge sehen wir selten gern.
Das gilt besonders für fallende Kurse. Fallende Kurse werden zunächst gar nicht wahrgenommen weil sie ausgeblendet werden. Die Ausblendung fallender Kurse dient dazu, das Bewusstsein vor schmerzhafte Realitäten zu schützen. Das ist ein natürlicher Vorgang.
Doch nur das Eingeständnis von fallenden Kursen versetzt einen in die Lage, unabhängig zu handeln.
Skrzypek on Oktober 14th 2008 in Psychologie, aktuelles








