Wozu sind Sentiment-Indikatoren gut?

SntimentDurch Sentiment-Indikatoren sehen Sie, welche Meinungen an der Börse bestimmend sind. Sentiment-Indikatoren geben Auskunft über intakte Trends, Überhitzungphasen und untere Wendepunkte an der Börse. Sie sind ein Maß für die Erwartung von Anlegern und Investoren.

hier der aktuelle Chart >>

Je extremer die Erwartung auf steigende oder fallende Kurse, desto wahrscheinlicher steht der Markt an einem Wendepunkt.

Sentiment-Indikatoren sind gute Kontraindikatoren für antizyklische Anlagestrategien. An Wendepunkten liegen Sentiment-Indikatoren häufig richtig.

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Skrzypek on Oktober 31st 2009 in Marktstimmung, Psychologie, Sentiment

Google Trends als Börsenindikator?

Mit Google trends stellt Google die Möglichkeit zur Verfügung die Häufigkeiten von Suchanfragen in einem Chart über die Zeit darzustellen. Lässt man sich den Begriff Aktienmarkt anzeigen, so wird der folgende Chart gezeichnet:

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Quelle: Google trends labs

Auffällig sind zwei Extremwerte des letzten Jahres. Beide Zeitpunkte waren am deutschen Aktienmarkt tatsächlich mit großer Aufregung verbunden. Anfang 2008 gab es den ersten großen Einbruch am deutschen Aktienmarkt und im Herbst 2008 hatte die Panik ihren Höhepunkt erreicht. Der Begriff “Aktien” wurde zu dieser Zeit bei Google am häufigsten nachgefragt. Man kann also sagen, dass zu diesen Zeitpunkten das Bedürfnis nach einer Erklärung besonders groß war.

Ein interessanter Zusammenhang, den wir im Auge behalten sollten.

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Skrzypek on September 18th 2009 in Sentiment, Sentimentcharts, aktuelles

neuer Stimmungsindikator (2009)

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Geben Sie Ihre Stimme ab. Unter börsenpsychologie.net werden in Zukunft Stimmungsindikatoren vorgestellt. Mit der kurzen Umfrage am rechten Rand wird der erste Schritt in diese Richtung gegangen.

Sie haben jede Woche rechts die Möglichkeit, Ihre Einschätzung zur Börse abzugeben. Die Frage wird jede Woche neue berechnet. So lassen sich die Stimmungschwankungen von Marktteilnehmern darstellen.

Wo steht der deutsche Aktienmarkt in drei Monaten?

Die Umfrage ist immer von Montag bis Freitag 20:00 Uhr geöffnet. Die Ergebnisse werden jedes nachfolgende Wochenende zusammengefasst und unter dem Link Marktstimmung veröffentlicht.

Sie können einmal pro Woche an der Umfrage teilnehmen.

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Skrzypek on August 10th 2009 in Marktstimmung, Sentimentcharts, aktuelles

Sentiment II

Sentiment-Indikatoren messen häufig den Optimismus und Pessimismus vieler Marktteilnehmer. Es können aber auch Erwartungen, die aktuelle Markteinschätzung oder das Ausmaß an Selbstvertrauen erfasst werden. Weiterhin sind andere psychologische Merkmale denkbar.

Interpretiert wird ein Sentimentidikator häufig konträr. Ist die Stimmung gut, sollte man daran denken zu verkaufen.  Ist sie negativ, sollte man kaufen. Diese Erkentnis ist nicht wirklich neu, doch Sentimentidikatoren machen diese Stimmung sichtbar. Das ist einer der Vorteil gegenüber einer persönlichen Einschätzung des Marktes.

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Skrzypek on August 9th 2009 in Emotionen, Marktstimmung, Sentiment

Aufnahme in den Verteiler

Ich mache mit. Bitte senden Sie mir jeden Donnerstag zur Erinnerung an die Umfrage “Wo steht der deutsche Aktienmarkt in drei Monaten?” eine eMail.

P.S.: Die eMail wird ausschließlich zum Zwecke der Sentiment-Umfrage genutzt. Wird die Umfrage erweitert erhalten Sie eine(!) gesonderte eMail.

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Skrzypek on August 8th 2009 in Sentiment, aktuelles

Sieben Strategien hochgradig uneffektiver Anleger

  • zweifle an Dir selbst und mache die Börse für Verluste verantwortlich
  • investiere Dein Geld ohne klares Ziel
  • verkaufe und kaufe sofort, wenn Du einen Drang danach verspürst
  • denke in Rastern: Es gibt nur hohe Gewinne oder herbe Verluste
  • strebe in erste Linie danach durch die Kursentwicklung Recht zu bekommen
  • wenn Du keine Gewinne machst arrangiere Dich mit den Verlusten
  • fürchte neue Trends und stelle Dich immer gegen die Masse

in Anlehnung von R. Covey – Centered Leadership

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Skrzypek on April 12th 2009 in Psychologie, individuelle Strategie

Gefühle an der Börse

AngstMan kann die Börse gut beschreiben, indem man die Gefühle von Börsianer benennt. An der Börse gibt es Hoffnungen und Ängste, Gier schmerzhaften Verluste und viele andere Gefühle.

Wir kommen allerdings in große Schwierigkeiten wenn wir die Gefühle der Menschen an der Börse beschreiben sollen. Denn an der Börse kann alles gelten. Mitunter sind Anleger hoffnungsfroh, andermal sind sie ängstlich. Manchmal sind sie verzweifelt durch endlos fallenden Kurse. Die Börse kann zu großen Investitionen anstacheln oder auch zum Verschließen der Augen vor Verlusten.

Der Versuch, die Börse einfach nur durch Gefühle zu beschreiben ist von vorn herein falsch angelegt, denn das setzt voraus, dass die Börse ein Zustand ist. Besser ist es, die Börse als einen Prozess zu betrachten. In einer Marktphase spielt dieses Gefühl die Hauptrolle, es folgt ein anderes, später ein drittes Gefühl usw. .

Eine Bodenbildung ist mit der Angst vor weiter fallenden Kurse verbunden. Beginnt die Börse zu steigen, beobachtet man die Börse pessimistisch. Das Durchbrechen einer wichtigen Marke von unten nach oben ist mit der Hoffnung verbunden, dass die Kurse weiter steigen werden.

Herauszufinden welches Gefühl gerade die Hauptrolle spielt ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Börsenengagements.

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Skrzypek on April 1st 2009 in Börse, Emotionen, Marktstimmung, Psychologie

Kaufimpuls

„Wenn ich ehrlich bin, dann kann ich nicht genau sagen, warum ich diese Aktie gekauft habe. Plötzlich war dieser Impuls in mir. Ich habe ihm einfach nachgegeben und gekauft.“

„Aber eigentlich wollte ich noch abwarten und den Markt beobachten“, so ein Kleinanleger mit dem ich gestern sprach. Doch gestern Abend hatte ich ein wenig Zeit. Die Arbeit war erledigt, meine Frau bereitete das Abendessen vor und ich saß noch im Büro.“, erzählt er weiter. „Ich beobachte den Markt aufmerksam“, sagt er. „Der Trend geht abwärts, vielleicht haben wir aber auch schon den Boden gefunden. Ich bin mir nicht sicher“, beschreibt er seine Markteinschätzung.

Impuls und Verstand

Er erzählt weiter: „Auf meiner Watchlist steht Nintendo. Mit einer guten Dividendenrendite und einem KGV von ca. 12 ist Nintendo im Vergleich zu anderen Unternehmen eigentlich zu hoch bewertet. Hinzu kommt ein hoher Verschuldungsgrad. Andererseits glaube ich an den Erfolg von Wii. Mein Fazit lautete abwarten und beobachten.“ So beschreibt der Kleinanleger seine Analyse.

Und trotzdem hat er gestern Nintendo gekauft. In einem fallenden Markt ist Nintendo gestiegen. In diesem Moment kam aus seinem Inneren dieser Impuls. Er setzt nun auf steigende Kurse, obwohl es keine neunen Informationen gab. So wie diesem Kleinanleger geht es vielen. Man kauft häufig aus einem Impuls heraus, der dem entgegen steht, was man ursprünglich entschieden hatte. (in diesem Fall: beobachten). Ein Widerspruch!

Ist es Ihnen auch schon so ergangen? Wenn ja, dann haben Sie bereits den ersten Schritt in die richtige Richtung getan. Sie haben erkannt, dass sie unüberlegt gehandelt haben. Die Erfahrung zeigt aber, dass nur überlegtes Handeln zum Erfolg führt.

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Skrzypek on November 19th 2008 in Emotionen, Entscheidung, Psychologie

Kurseinbrüche in Prozent und Dauer

Wie es scheint, gibt es einen linearen Zusammenhang zwischen der Höhe der Verluste und der Dauer einer Abwärtsbewegung. Mit anderen Worten. Je höher die Verluste ausfallen, desto länger dauert eine Baisse.

Psychologisch interessant sind die Möglichkeiten einen Crash auf verschiedene Weise zu betrachten. Fragen Sie nicht nur danach, wie tief es noch abwärts gehen wird, sondern auch danach wie lange die aktuelle Bewegung noch andauern wird. Nicht nur für Trader ist diese Art der Sichtweise einen Gedanken wert.

Betrachten Sie doch einmal diese Grafik. Zusammengefasst sind hier alle großen Abwärtsbewegungen in Deutschland und Amerika. Senkrechte Skala: Höhe der Verluste, waagerechte Skala: Zeitraum der Abwärtsbewegung. ”Dax 1998″ bedeutet beispielsweise, dass im Jahr 1998 der Dax um ca. 40% zurück ging. Diese Periode hielt etwa acht Wochen an. Für Dax, Dow und TecDax 2008 ist der Tiefpunkt Ende Oktober 2008 maßgebend. 

Crash, Kurseinbrüche in Prozent und Wochen

Bitte! Sehen Sie diese Darstellung nicht als ausgefeilte Analyse. Ich habe die Daten nur augenscheinlich in ein Tabellenkalkulationsprogramm eingegeben. Es gibt keine Garantie auf Vollständigkeit und schon gar keine statistischen Auswertungen.

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Skrzypek on November 3rd 2008 in Börse, aktuelles

Verwirrung durch Volkswagen im Oktober 2008

Im Folgenden beschreibe ich ein Beispiel wie einem Kleinanleger der Verstand abhanden gekommen ist und er wider seine Überzeugung in das große Spiel mit Volkswagenaktien einstieg, die gestern Abend mit ca. 950,- Euro aus dem Handel gingen. Mein Bekannter, ein Kleinanleger ist eigentlich fest davon überzeugt, dass man langfristig in solide Aktien investieren soll. Daytrading ist etwas für Zocker und wohin sich die Volkswagen-Aktie in den nächsten Tagen und Wochen entwickeln wird, kann wirklich niemand sagen – so mein Bekannter vor einer Woche.

Als die Aktie letzte Woche von 250,- Euro kurzfristig über die 400,- Euro-Marke sprang, sagte er: „meine Güte, man sollte bei Volkswagen auf fallende Kurse setzen, denn die Aktien seien ja vollkommen überbewertet. Die müssten eigentlich fallen. Die Aktie fiel schnell wieder auf gut 300,- Euro. Er sagte sich, „wenn die Aktien auf wieder auf 450,- Euro steigen, sollte ich ja mal auf fallende Kurse spekulieren.“ Auch bei 300,- Euro hielt er die Papiere für überbewertet. Insgesamt hatte er aber ein ungutes Gefühl bei der Sache und entschloss sich gegen ein Engagement auf fallende Kurse bei Volkswagen.

In den nächsten Tagen dümpelte Volkswagen bei gut 300,- Euro herum. Am Montag dieser Woche passierte das Unglaubliche. Die Aktie schnellte bis deutlich über 600,- in die Höhe. Ein unfassbarer Vorgang, den sich mein Bekannter weder durch die Gier von Anlegern noch Logik erklären konnte.

„Natürlich könnte er jetzt einsteigen“, schließlich lag der Kurs über seinen anvisierten 450,- Euro, bei denen er ja einsteigen wollte. Das war ihm dann aber doch zu heiß, insbesondere weil die Aktien schnell wieder auf 500,- Euro zurückfielen. Zu mir sagte er noch: „Ich kann mir jetzt auch gut vorstellen, dass die VW-Aktien auch auf 1000,- Euro klettern.“ Allein diese Aussage war eine gewagte Spekulation.

Nur einen Tag später schoss die VW-Aktie kurzzeitig auf unvorstellbare 1000,- Euro. VW war mit einem KGV von 80 bewertet und war kurzeitig die teuerste Aktiengesellschaft der Welt. So etwas gab es noch nie. Ganz plötzlich beschloss er nun doch auf fallende Kurse zu setzen. Diese Entscheidung traf sein Unterbewusstsein. Gestern Abend sagte er dann: Eigentlich hätte ich das nicht tun sollen. Und trotzdem investierte er eine nicht unerhebliche Summe in völlig fern der Realität stehende Volkswagenaktien.

Auf mein Nachhacken, wozu er denn nun doch eingestiegen ist, erklärte er mir, er hoffe auf große Gewinne in kürzester Zeit. “Das sei doch das Entscheidende an der Börse!” “Die Aktien müssen schließlich ins Bodenlose fallen”, so seine Worte. Ich frage mich, warum mein Bekannter nun sagt, die Aktien müssen fallen? Vor einer Woche sagte er, sie müssten eigentlich fallen.

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Skrzypek on Oktober 29th 2008 in Börse, Psychologie, aktuelles

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